Wiener Schulen im Mittelalter

Bereits im 13. Jh. errichteten die aufblühenden Städte parallel zu den Kloster- und Domschulen aufgrund des zunehmenden Handels- und Geschäftsverkehrs sogenannte Stadtschulen.

In Wien entstanden sie bei den drei Hauptpfarren der Stadt:

  • die Schule von St. Michael (vermutlich 2. Hälfte des 13. Jh.s, nachweisbar ab 1350)
  • die Schule am Schottenstift (vermutlich 13. Jh., nachweisbar ab 1310

   Dazu kam später noch

  • die Schule im Bürgerspital (nachweisbar ab 1384).

Alle diese Schulen unterstanden der Gemeinde Wien.

Damals gingen nur Knaben zur Schule. Der Unterricht erfolgte in lateinischer Sprache.

Die Schule bei St. Stephan, an der die Stadt Wien ab 1296 den Schulmeister ernennen durfte, hatte einen Lehrplan (überliefert ab 1559), der nach heutigen Begiffen Volksschule und untere Gymnasialstufe umfasste. Die anderen Schulen waren Trivialschulen (Volksschulen).

 (Aus: Felix Czeike: Historisches Lexikon der Stadt Wien)